Tagebucheintrag vom 19. Juni 1946Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10024, Seite 155

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Mittwoch, 19.6.46. Vorabend von Fronleichnam, schlechte Wetteraussicht, in großer Spannung.

9.00 Uhr Dreimärkl, Strophanthinspritze prophylaktisch.

Frau Justizrat Warmuth: Die strafrechtlichen Sachen greifen ihren Mann sehr an, zurzeit Berchtesgaden? Von Edgar ist Nachricht aus Rußland gekommen. Die anderen Rechtsanwälte haben früher keine strafrechtlichen Fälle angenommen, – die Klöster sollen jetzt ihm die civilrechtlichen Fälle geben, daß er am Pult arbeiten kann.

Hanemann, siehe getrennt, musste lange warten. Parteigenosse. Frage – bisher nichts geschehen. Pension gesichert. Frau mit in die Kirche. Seine Firmung hier Sonntag, 7. Juli, Tochter wird mitkommen. In Freising zur Priesterweihe eine Karte.

Bischof Stephan – neuer Name für Nikolaj. Es wird gefragt, ob etwas abgeholt werden könne? Nein.

Caritasdirektoren aus Mainz und Offenbach: Weis – Mainz, Dr. Lutz, Offenbach, von Bischöfen von Mainz und Würzburg empfohlen, von Neuhäusler hierher gewiesen. – Kartoffeln für Rheinhessen und Großhessen. Lange Auseinandersetzung. Man sage dort, die bayerischen Bauern ließen lieber verfaulen! Ich schreibe an Dr. Baumgartner eine Empfehlung, die heute Nachmittag noch dorthin kommt.

Valenda zieht die Böden im großen Salon und großen Eßzimmer ab – schwere Arbeit.

17.00 Uhr Captain Pundt, der morgen über Bremen zurückreist, macht Abschiedsbesuch. Einen kurzen schriftlichen farewell-letter und ein zweites Lichtbild Rosenheim.

Frau Ministerrat Fischer-Giehrl – nach drei Monaten Krankheit in Schlehdorf, wieder hier. Bringt Blumen.

Früh: Pfarrer Fischer, Osterwarngau: Die Consekration der Wallfahrtskapelle in Nüchternbrunn am 25. Juli? Antwort erst 15. Juli.
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