Tagebucheintrag vom 11. Mai 1945Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 09265, Seite 59

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Freitag, 11.5.45. Baurat Göbel - soll sein Angebot auf Mitarbeit an Bürgermeister entrichten.

10.00 Uhr der neue Stadtkommandant Oberstleutnant Hubbart mit Captain Landeen. Siehe besonderes.

Direktor Schöpf - ich schreibe ihm den Zettel, den er ausfüllen und Thalhamer geben soll.

Graf Arco - bleibt sehr lang, musste lange warten. Ich rede ihm aus, dass er nicht Mittelsmann der Polizei werden soll - bei der Landwirtschaft besonders für die Landjugend.

Seisser, Polizeipräsident, und ein Herr Dr. Frenke (?): Über die Plünderungen natürlich auch und Ernährung. Und daß mit dem Grundsatz, niemals bei der Partei, man nicht durchkommt. Dr. Frenke: Vom Jahr 35 ab? Ich erzähle, daß die erste Rede die Katholiken gewonnen hat.

Verschiedene abgewiesen, es wäre unmöglich, ganz müde und erschöpft.

Weihbischof von Freising her - will hierher zurückkehren - Haus für Ordinariat dränge. Das äußere Ministerium. Die Jugendseelsorger: Wellenhofer und Stöttner - eine Konferenz nächste Woche soll ich besuchen? Unmöglich. Überhaupt nicht alles einheitlich machen.

Abends wird Rico vorgeführt - am Fressen. Kein Spielzeug.

21.00 Uhr Pater Rupert Mayer - kommt eben von Ettal, von Lebsche abgeholt, zuerst in der Maiandacht.

Amerikanisches Militär: Zwei Militärkapläne beim Besuch, beide Hände in der Hosentasche. Ein Trupp von etwa zwanzig Mann, zwei und zwei hintereinander unter meinem Fenster vorbeigeführt. Auf einmal drehen sich die letzten um und laufen wie Buben davon. Kommen anmarschiert laut plaudernd, die Hände in der Hosentasche, einer ohne Kopfbedeckung, Helm. Dann Halt, dann ruhig und plaudernd wieder weiter.
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