Tagebucheintrag vom 19. Oktober 1945Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10023, Seite 18-19

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Freitag, 19.10.45. Firmung in Pasing I, 541? Dichter Nebel und ganz großer Verkehr. Die Kriegerkapelle gleich im Chor auf der Evangelienseite. Heute gleich nach der Feier zurück, weil Sprechstunde.

Steinbeißer von Ast. Ernstes Gespräch wegen Tuberkulose, der Husten sei zwar schnell seit Oberaudorf, vier Tage verschwunden, aber 30 Pfund sagt sie. Die Schwestern wollen Neujahr die Mutter zu sich nehmen? Mittag nach Planegg, von der Oberin gut aufgenommen. Kann bald kommen. 1 000. Gestern Abend in Milbertshofen kein Quartier gefunden, aber dann auf der Polizei.

16.00 Uhr Pöhlein: Am 30. Oktober Schluß der biblischen Exercitien in Fürstenried. Ritus vorbesprechen.

Mister Whiting von der UNRRA. Pater Thomas beigezogen. Ob die Seminare in Freising und Traunstein bald weitergegeben werden? Er: Das gehe nicht von der UNRRA aus, sondern vom Militär. Ich: Jetzt ein ukrainisches Seminar in meinem Seminar, das gar kein Seminar ist, er will nächste Woche die Seminarien besuchen und dann Mitte der Woche mir Nachricht geben.

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Direktor Jandl: Die vielseitige Tätigkeit unserer Caritas. Neue Sammlung: Sankt Martinssammlung 50 % an Stadt und Caritas. Man macht auch Schwierigkeiten, im besonderen will das Rote Kreuz alles an sich nehmen.

Weihbischof: Kommt vom Krankenhaus Nymphenburg. Ob ich für Köglmaier eine Empfehlung gegeben, wie man Geheimrat Schindler sagte? Römer-Molkereibesitzer, Berganger, hat 15 000 gestiftet. Zangberg soll eine Soldatenhandelsschule aufnehmen und Anzahl Salesianer von auswärts. Schwester Emmanuel, die Künstlerin, unzufrieden.

Baron von Kemnitz, der große Herr von Augsburg: Er will für die Diözese Augsburg Kohlen beschaffen, war in Essen, Bischof von Augsburg schickt Brief um eine Empfehlung. Respondeo: Zur Zeit Spannung zum Militär, ich kenne die neuen Herren gar nicht.

Graf Ballestrem wohnt bei den Tattenbach
Es handelt sich vermutlich um Gottfried Ludwig Johann von Tattenbach, wohnhaft in der Cuvilliésstraße 16.
, Cuvilliesstraße, fragt zuerst viel aus: Was ich von Schlesien wisse? Wie die Zukunft in Bayern? Ich: Keine Gesuche für die Generäle. Einer hält meine Empfehlung zurück. Fendt war vorher bei mir.

Steinbeißer: Soll bald nach Planegg. Bleibt bis morgen. War Abends im Rosenkranz in der Kapelle.

Weggeschickt: Fräulein Edbauer.
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