Tagebucheintrag vom 28. März 1947Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10026, Seite 16

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Freitag, 28.3.47. Schmerzensfreitag. Nicht im Mutterhaus, aber zu Hause.

7.00 Uhr in der unteren Kapelle Frau Geheimrat Krecke zum 60. Geburtstag zur Kommunionmesse und zum Kaffee. Die Schwestern im Mutterhaus zur Gelübdeerneuerung.

Staatssekretär Dr. Ankermüller im Ministerium des Innern bei Seifried. Walhallane, Würzburg. Habe sich lange besonnen, bis er angenommen - vorher zur Kommunion. Hatte offenbar viele Stellungen vorher. Wir sprechen über Würzburgs Verwüstung. Bittet um den Segen. Wohnt bei Muhler. Arbeitet gut zusammen mit Fischer beim gleichen Ministerium.

Pilar mit verschiedenen Anliegen: Wurde Firmpatin bei der Tochter einer Frau, die sie nachmittags auswärts fuhr, später Nachricht, sie bekomme ein Kind und soll Taufpatin werden, katholisch? Ja. Taufe eine Stunde verschoben und als sie kam, war alles vorbei und der altkatholische Dekan bereits beim Kaffee. Was tun? Schluß machen. Eine nicht Getaufte will einen Russen heiraten, also heidnisch-christliche Ehe. Mitwirkung nicht möglich. Ein russischer Archiprêtre macht Besuch und reist nach Spanien. Schreibt von Paris aus, jetzt aus dem Gefängnis von Rennes.

Sambeth: nach langer Zeit. Felicitas krank, sie muß die Hausarbeit tun. Pfund Kaffee, Schokolade, Zucker - sehr dankbar.
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