Tagebucheintrag vom 27. September 1943Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10021, Seite 189,190

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Montag, 27.9.43. Jetzt beginnt schon der Sturmlauf als Vorspiel des Namenstags.

Pater Rektor Pullach dankt für das Paket Wäsche und Schreibsachen, das ich geschickt habe.

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Weihbischof - gratuliert im Namen des Metropolitankapitels mit bewegten Worten.

Geheimrat Weigl, Passau - gratuliert und erzählt, daß er noch manches geborgen hätte, auch auswärts, daß Migne noch im Keller ist u.a.

Ex-Generaloberin Damascena: Hauptanliegen, daß Leopoldine wieder zu ihr kommen dürfe, sie sei sehr einsam, fragt mich direkt, ob ich das erlaube. Ich muß klar aussprechen: Ich kann mich nicht einmischen, da mir mitgeteilt wurde, der Heilige Vater habe entschieden.

Mercator - von Tölz, dort gut untergekommen, eine Frau pflegt rührend, die Tante von zwei protestantischen Pfarrern. Darum Rosenkranz beten. Die Kirchen in Tölz seien sehr schlecht besucht, auch von der Jugend und dem mittleren Schlag. Kommt 14.00 Uhr wieder zu Tisch. Ihr Bruder schwer betroffen.

Präses von Nymphenburg und Generaloberin: Die neue Satzung für die Schwestern - im Mutterhaus hat es gebrannt. Die gemeinsamen Exercitien. Sehr schwer.

Steinbeisser: Tochter und Mutter. Beide erhalten Bild vom Heiligen Vater mit dem Petersplatz, wo jetzt Geschichte spielt, und einen Rosenkranz - besonders die Mutter glücklich darüber.

16.00 Uhr ἱππ - bringt eine große Torte vom Bruder. Erhält Vesperpsalmen und die letzten Predigten.

Malmolitor in der Bibliothek und dann zum Gratulieren. Briefumschläge, Papier, Papiertüten für Weihnachten.