Tagebucheintrag vom 21. April 1935Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10016, Seite 75-76

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21.4.35, Ostern, 9.00 Uhr Hochamt. Besucht wie nie, auch von Männern. Bei der Wegfahrt vorüber wieder Hochrufen - die Leute lassen sich das einfach nicht nehmen. Dagegen Nachmittag wurden die Versuche mit Psst wieder zum Schweigen gebracht. Vielleicht war es auch vorher gesagt worden.

12.00 Uhr Seboldt - reist nach Rom zur Heiligsprechung, eine kurze Empfehlung für Sankt Peter.

Der Segen des Heiligen Vaters von der Loggia durch den Wiener Sender. - Die deutschen Sender bringen ihn nicht.

Nach der Vesper die Franziskaner. - Erhalten zwei Osterbrote, zehn Eier und fünf Schokoladen, zwei Kreuzwege und ein Rufende Stimmen. Ein Student läßt eine Karte unterschreiben - er wollte vor dem Dom.

Maria Fitz - von Meran zurück. Treffe dort bei den Schwestern ihren Schuldirektor mit Frau und Bruder! Im gleichen Zug fuhr Stadtschuldirektor Bauer mit Frau und Tochter - im Hotel Auffinger. Viele Deutsche und Münchener dort.

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Dr. Venator - Menni
Es scheint nicht ganz ausgeschlossen, daß es sich um Max Emanuel Maria Basselet de La Rosée, den Sohn von Maria Basselet de La Rosée (Dr. Venator) handelt.
von den Exercitien. Przywara begeistert zurückgekommen.

Im Hof gleich nach der Vesper Schwester Fidelis photographiert und Dr., zuerst allein, dann die Gruppe aller domestici.

Abends, 20.45 Uhr, während wir beim Spielen, plötzlich wie ein Kanonenschuß - später sieht man auf der Straße ein Auto an Bischofshof angerannt: Ein Mann, der mit einer fremden Frau 70 km fährt von der Prannerstraße her kam, hinten dran seine Frau mit ihrem Bruder. Am Boden Blutspur und Glassplitter. Sekretär 22.30 Uhr zurück, spricht mit dem Polizisten. 22.45 Uhr abgeschleppt.
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