Hermann Giesler

NS-Funktionsträger

* 2. August 1898, ✝ 20. Januar 1987
Bruder von Paul Giesler,
1923 Architekt in Augsburg,
1926 Architekt in Berlin,
1928 Keramiker und Architekt in Altstätten und Sonthofen,
1930 Parteiredner bei der NSDAP,
1.10.1931 Mitglied der NSDAP,
1933 - 1938 Bezirksbaumeister in Sonthofen,
30.1.1938 Ernennung zum Professor an der Hochschule für Baukunst in Weimar,
Dezember 1938 Ernennung zum sogenannten Generalbaurat der Hauptstadt der Bewegung,
1939/40 Beauftragung zu Bauten auf dem Obersalzberg und in Linz,
30.1.1941 SA-Standartenführer in der Obersten SA-Führung,
30.1.1942 SA-Oberführer in der Obersten SA-Führung,
1942 - 1944 Leiter der Einsatzgruppe Rußland-Nord der Organisation Todt,
4.8.1943 - 1945 Mitglied des Reichstags,
1944/45 Leiter der Einsatzgruppe 6,
1945 Verhaftung durch die Amerikaner,
1945 - 1947 Inhaftierung in Dachau und Landsberg am Lech,
als Kriegsverbrecher Verurteilung zu 20 Jahren Haft,
Oktober 1951 vorzeitige Entlassung,
freier Architekt in Norddeutschland.
Quellen und Literatur: Giesler, Hermann, in: Lilla, Joachim (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Döring und Andreas Schulz, Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004, S. 174 f.
VIAF: 115059748
Empfohlene Zitierweise: Hermann Giesler, in: Kritische Online-Edition der Tagebücher Michael Kardinal von Faulhabers (1911-1952). Verfügbar unter: https://faulhaber-edition.de/06287. Letzter Zugriff am 14.08.2022.