Albert Hartl (Pseudonym Anton Holzner)

NS-Funktionsträger

* 13. November 1904, ✝ 14. Dezember 1982
29.6.1929 Priesterweihe,
16.7.1929 Kaplan in Neuaubing,
1.5.1930 Präfekt im Albertinum in München,
1.8.1932 Präfekt am Knabenseminar in Freising,
1.5.1933 Eintritt in die NSDAP,
November 1933 Denunziation des Direktors des Freisinger Knabenseminars Roßberger,
5.1.1934 Beurlaubung wegen Glaubensabfall,
25.4.1934 Eintritt in die SS,
1937 SS-Hauptsturmführer,
Herbst 1939 Beteiligter am SD-Einsatz gegen Krakauer Jesuiten,
1940 Abteilung II im Reichssicherheitshauptamt,
März 1941 Gruppenleiter im Reichssicherheitshauptamt in der Abteilung IV B2 mit dem Bereich Kirchen, Freimaurer und Judenangelegenheiten,
1942 Versetzung wegen sexueller Belästigung zur Einsatzgruppe C nach Kiew,
Oktober 1942 Träger des Kriegsverdienstkreuz Zweiter Klasse,
1943 Sturmbannführer in der Reichsführung SS,
Mai 1945 Verhaftung bei Kitzbühel,
später Mitglied der Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft,
freier Publizist.
Quellen und Literatur: Schematismus der Geistlichkeit des Erzbistums München und Freising für das Jahr 1934 (Stand vom 15. Januar 1934), München o.J. [1934], S. XXII, 281.
Auskunft: Archiv der Erzdiözese München und Freising.
Liste der vom Glauben abgefallenen Priester der Erzdiözese München und Freising vom 3.2.1948, in: Erzbischöfliches Archiv München, Nachlass Faulhaber, 5402.
Forstner, Thomas, Priester in Zeiten des Umbruchs. Identität und Lebenswelt des katholischen Pfarrklerus in Oberbayern 1918 bis 1945, Göttingen 2014, S. 134 f., 442-445.
Hartl, Albert, in: Klee, Ernst, Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, 5. Auflage, Frankfurt am Main 2015, S. 228 f.
VIAF: 10673181
Empfohlene Zitierweise: Albert Hartl, in: Kritische Online-Edition der Tagebücher Michael Kardinal von Faulhabers (1911-1952). Verfügbar unter: https://faulhaber-edition.de/05577. Letzter Zugriff am 19.08.2022.