Tagebucheintrag vom 21. Januar 1946Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10024, Seite 29-30

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Montag, 21.1.46. Zinkl: Ein Stück vorwärts, die Fakultät in Fürstenried läuft an, Exercitien - Pater Hugo Lang. Zinkl möge den Lehrauftrag für Lang vermitteln.

Buchmüller: Kommt von der Familie der Oberpfalz, wo sehr gut aufgehoben. Ihr Freund vom Osten, Kaplan in der Nähe dort, hat „wunderbar gepredigt“. Alles sehr breit erzählt, obwohl andere Besuche gemeldet werden.

Professoren Schmaus und Mörsdorf: Ich berichte über die Lage, seit gestern der Anfang gesichert. Nun neue Schwierigkeit: Da Pascher und Mörsdorf, Kirchenrecht, von Münster hierher kommen sollen, außerdem Lortz entlassen ist, erhebt die britische Regierung Einspruch beim Kontrollrat in Bünde: Der Wegzug der Professoren muß genehmigt werden, darum können die Herren nicht beginnen. Bei Schmaus etwas leichter, weil er immer nur beurlaubt war, dafür aber seine politische Überprüfung noch nicht beendigt. Also in den nächsten Tagen geistliche Übungen, dann Vorlesung.

Kugelwerk Schweinfurt, ein Russe besichtigt, lädt ein nach Rußland, große Versprechungen. Im Wagen: Glauben Sie an Gott? Ja, ich bin katholischer Christ. Schluß, kein Wort mehr davon.

Dem Bürgermeister Hamburg ließen die Franzosen den Sohn aus dem Lager zu Weihnachten im Flugzeug bringen. Malmolitor.

Straßenbild: Die Zigeunerwagenrohre als Abzug der Zimmernotöfen immer mehr, in der Bank mir gegenüber gleich zehn. München scheint immer noch mehr zerstört. Die Straßenbahn lebensgefährlich. Die Kleidung der Frauen in Hosen fantastisch.

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Petraschek
Es dürfte Karl Otto Petraschek gemeint sein.
: Noch nicht angestellt, Rektor und Dekan helfen nicht mit, hätte Lust nach Tübingen zu gehen.

Nach kurzem Spaziergang Malmolitor.
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