Tagebucheintrag vom 29. Dezember 1942Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10021, Seite 116

Text+KommentierungNur Text
Dienstag, 29.12.42. 8.30 Uhr in der Kirche der Chirurgischen Klinik Privatmess in die depositionis (gestern begraben) für Professor Magnus. Ohne weitere Assistenz, am Anfang ein paar Worte gesprochen, dann stille Messe mit drei Ave, während die Schwestern am Schluß singen.

Professor Georgii, nur ein paar Stunden hier, draußen Räume nicht über 500. Über Professor Buchner will er Treppesch sprechen.

Mia Simon mit einem armen Kind aus der Pfalz, dem vierten von zehn Kindern, sehr bleich und krank. Erhält Lebkuchen, ein Bildchen, sie selber Kleingebäck. Den Segen für das neue Jahr.

Dr. Angermaier: Einfacher Kanonist. War im Osten bei einem gottgläubigen Lehrer, Parteimann, der ihm drohte und wegen seiner W vor das Kriegsgericht stellen wollte - wurde krank, hier Mandeloperation, jetzt wieder neue [ ... ] Schmerzen, um zu einer anderen Einheit zu kommen.

Pater Praeses, Sankt Anton, wegen der Hoheit: Hat ihr den Convertiten-Katechismus gegeben, also erledigt, wegen des neuen Schreibens des Übertrittes - zur Zeit unmöglich.

Nachmittag mit Friedbald 1) Zuerst nach Schleissheim, wo Kirche und Pfarrhof schwer getroffen in einem Ruinenfeld stehen. Architekt Simek. Im Pfarrhof nur ein paar Räume zu benützen. 2) Nach Nymphenburg, Lazarett der Barmherzigen Brüder.
Auf dieser Website werden zum Zweck der Datenverkehrsanalyse durch die Webanalyse-Software Matomo Cookies verwendet. Mehr dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.