Tagebucheintrag vom 25. November 1942Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10021, Seite 102

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Mittwoch, 25.11.42. Lujan - um Antwort zu holen, wer dort Sonntag celebrieren soll. Lob über Dr. Alvary. Sehr alt geworden.

Luxburg, wieder mit pfarrlichen Dingen: Ob sie den Brief an die Finanzkammer mitnehmen sollte? Überhaupt, ob man wie Narkiewicz eine Messe angeben solle zum heiligen Antonius, wenn man etwas verloren habe. Ob die Pfarrer für solche Intentionen überhaupt annehmen dürfen. Ob ein deutsches Direktorium - nein. Bleibt sehr lange.

Kurat Kornreiter: Hatte mit der Post einen Brief, er habe Herrn Trapp, Kaufmann und Hauptmann der Reserve, veranlaßt, nach seinem und seiner Frau und Mutter Tod den erzbischöflichen Stuhl einzusetzen, weil das steuerfrei... Die Pfarrschwester hatte den Brief abgeben sollen. Herr Trapp muß das Testament widerrufen mit der Erklärung, er wolle sich für die Zukunft Freiheit wahren. ....

Prälat Verhun, apostolischer Administrator der Ukrainer, in Bischofskleidung, reist viel herum, während eines Fliegerangriffs in Bremen (dort nicht in der Post, sondern im Raphaelshaus, weil der Hausmeister der Post nicht im Bahnhof war). Die Post in der Nacht von einer Bombe getroffen.

15.30 - 17.30 Uhr Marianische Priestercongregation. Zuerst Pater Gruber aszetischer Vortrag über die Ehrfurcht, die Scheu vor dem göttlichen Geheimnis. Nach dem Segen in der Sakristei Vortrag von Pater Mager, Oesterreich: „Der Mann in der Seelsorge“. Sehr gewagte Thesen aus der Heiligen Schrift - Altes und Neues Testament.
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