Tagebucheintrag vom 20. Dezember 1941Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10020, Seite 88

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Samstag, 20.12.41. Marga Molitor: Überbringt Weihnachtsbild, aus Wachs gefertigt. Erzählt rührend von ihren Teilnehmerinnen, - ob ich nicht einmal am Abend zu einer kleinen Weihnachtsfeier kommen könne - unmöglich zur Zeit. Viele bringen große Opfer. Erzählt von einer Familie, der Mann an der Feldherrnhalle gefallen, Frau und Tochter bleiben aber treu katholisch, und deshalb von aller Unterstützung ausgeschlossen - für diese 200.

Petraschek: Bringt die Sermones Monasterienses zurück, nimmt aber zwei Duplikate wieder mit. Er wird mit 65 Jahren abgebaut, es wurde ihm aber die Liste noch zugeschickt, wohl aus Versehen, er dankt dafür. Ein Bild der Gemahlin von Sankt Peter nach einem Gewitter gemalt, 200.

10.00 Uhr Dr. Thaler - noch sehr ergriffen. Kommt von Kienle, der in den Nächten vor der Hinrichtung bei den Verurteilten wacht und sich dabei nicht länger [ ... ] und Herzschwäche behalten hat, heute früh versehen. Zwei Spritzen, beide links. Im rechten Arm verkrampft sich die Vene, will nicht zeigen, darum links.
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