Tagebucheintrag vom 22. März 1941Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10020, Seite 28

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Samstag, 22.3.41. Worzel - bringt Eier und anderes, kommt kurz herauf, schickt nachher Blumen und schreibt sogar, siehe eigenes.

Erzabt Sankt Ottilien: Am 19. hat eine Kommission das Kloster beschlagnahmt, bis auf drei Patres und wenige Brüder zur Bewirtschaftung der Ökonomie, am 20. hat das Militär für das schon bestehende Lazarett noch 100 Betten dazu verlangt, also jetzt doch gerettet.

Irene Steidle: Wird nach Badenweiler reisen. Es ist dort nicht gut gegangen. Professor Bonekamp will Angehörige oder Bekannte sprechen - als ob Gefahr der geistigen Erinnerung wäre. Ich lasse grüßen.

M. Sondinger: Hildegardisverein, in diesem Jahr, weil Jubiläum, 150, nicht wie sonst 100. Sie fragt, ob in ihrer Privatwohnung bleiben, die aber bereits abgemessen wurde. Man weiß nicht, wofür oder in ein Stift, wo sie seit neun Jahren vorgemerkt. Das Sichere wäre das Stift, es scheint das Marienstift. Beim Ausgleichsfonds.

Grassl: Von Traunstein kommt Nachricht, daß das Militär noch nicht im Haus sei, daß aber 300 Gymnasiasten aus dem Norden einquartiert seien.

17.00 Uhr Wolfrats hat kein Visum für Italien erhalten. Dann Septemberkind nach langer Zeit wieder hier, hat Schreckliches durchgemacht, bringt wieder Eier mit. Ein französisches Gebet für den Expos. dort.
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