Tagebucheintrag vom 24. April 1940Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10019, Seite 41,42

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Mittwoch, 24.4.40. Firmung in Sankt Johann Baptist ohne Messe. Also erst 8.40 Uhr Anfahrt. Dafür stehen mit dem Mesner lange Reihen von Müttern mit Kindern, auch bei der Wegfahrt.

Schwester Gertraud von Sankt Anna: Bringt Nachricht über Frau Baronin Brockhues von Creytz, Altenburg, [ ... ] straße 12. Menschenscheu im vierten Stock, es wird nicht geöffnet oder sie ist krank. Nur einmal kam sie an die Tür, geschminkt und in gelbem Schlafmantel. Gewiß kein Haus, um Nuntius einzuladen. Für die Schwestern M. 200 und einmal Besuch.

Fräulein Singer: Überreicht Deschwanden, Christus und dafür aus Mensafonds M. 800. Die jüngste Tochter wird heiraten. Sehr glücklich, die Kinder hätten zu Hause nur arbeiten müssen.

Huber, Caritas: Empfiehlt zwei Kinder für Firmung, Vater im Feld, in Baden zu Hause. Sollen sich bei Secretär die Zettel holen, zwei Rosenkränze zu weihen.

Italienische Schwester aus Zangberg mit Frau General Vicari (?), ebenfalls Italien. Reist heute abend nach Rom, keine Stunde ohne Schmerzen, hält den Brief des Papstes bereit oder wieder zurückschicken. Die Dame begleitet bis Brenner, dort ihr Bruder. Zweite Klasse. Bei der Ankunft in Rom soll sie zuerst nach Sankt Peter, schreibt die Oberin. Nein, dafür zu müde, soll dem Heiligen Vater schreiben und darum bitten. Beide Eltern gestorben.

15.30 Uhr Marianische Priesterkongregation Asamkirche. Pater Anton rKoch über tröstliche Symptome der Zeit, Westermayr, Regens über Pastorale und psychologische Wertungen des Fatalismus. Alles in der Kirche.

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Die Promenadestraße wieder aufgerissen und asphaltiert.
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