Tagebucheintrag vom 9. März 1940Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10019, Seite 32

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Samstag, 9.3.40, 16.00 Uhr Artmann, bringt wieder zum Geburtstag einen großen Pack: Viel Briefpapier und Briefumschläge in allen Größen, Gurt und Hosenträger, Mappe zum Unterschreiben, Bürste zum Baden, roten Nähzwirn. Auf Ostern die Sänger einladen. Schindele noch im Hause. Muß abgekürzt werden.

Zwei Brüder, Winfried und Elmar, mit der Mutter - waren zur Hochzeit von Elmar hier, Jörg, groß und stark, ist sehr ernst, schaut stumm vor sich hin „Man soll im Krieg nicht heiraten“, dagegen Winfried, der Fahrer, leichtfertig, kritisiert die Feldgeistlichen, besonders den, der sagt: Jetzt haben die Soldaten Angst, darum bereit sein. Rosenkranz haben sie.

Neumaier - bringt großen Pack Gebäck, Schachtel Eier, sechs Aktenbinder, selber gemacht, Bänder geliehen vom Vater. Abgekürzt, weil sehr müde.

Heute Abend zur Zehnjahresfeier der Übernahme der Macht in Bayern, eine Reihe von Versammlungen. Gauleiter Wagner zieht meinen Namen rein, „der Kardinal muß sich auch beugen“, und den Heiligen Vater als Freund Polens.
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