Tagebucheintrag vom 22. März 1939Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10018, Seite 158,159

Text+KommentierungNur Text
Mittwoch, 22.3.39, Englische Fräulein Mater Isabella und Marg. Maria, ihre Begleiterin - gratulieren. Mit einem prächtig grünen Pluviale für eine arme Kirche. Und Elfenbeinkreuz, persönlich: „Das letzte, was sie zu vergeben haben“.

Geistlicher Rat Hager dankt für Geistlichen Rat. Leitet die Marianische Priestercongregation - allgemein alle zwei Monate, damit dazwischen die Gruppen zu besserer Zeit abends acht Stunden Versammlung halten könne.

Professor Georgii und Frau: Bringen Blumen zum Gratulieren. Die Familie wieder geschlossen, besonders gut für den 16-Jährigen, der in Sturmjahre käme. Über Rom und die Papstwahl. Trecentum mit einem Bildchen. Er hat den jetzigen als Büste gemacht, zuerst für Cramer-Klett
Es könnte sich um ein Mitglied der Familie von Theodor Freiherr von Cramer-Klett handeln.
- will im Mai versuchen, ihn nochmal zu machen.

Fräulein Dr. Schwarz: Lehrerin, will in Rom eine Lehrstelle eventuell im Austausch haben, hat es schon durch das Austauschbüro versucht. Sieht sehr krank aus. Furchtbar aufgeregt, in der Sprache und Art an Dr. Trog erinnert. Keine Zeit. Erkläre es für unmöglich, daß ich etwas tue. Aber die Adresse von Bischof Hudal (nichts als Adresse) zur Anfrage, Dr. Heinemann kennt sie.

Dr. Weinzierl überreicht seine Habilitationsschrift Restitutionslehre, will nach Tübingen, bleibt zunächst in seiner Stelle. Ducentos.

➥ Seite 159

Dr. Eisenreich dankt für Geistlichen Rat. In diesem Jahr keine disziplinarischen Schwierigkeiten gewesen. Auch der Gottesdienst gehalten. Eine große Ernüchterung eingetreten. Einige haben sich von der allgemeinen Osterbeichte abgemeldet, aber versprochen, sie gehen am nächsten Sonntag in der Stille. Seitens der Partei sei sogar ein Entgegenkommen.

Jandl und Kett: Auswandererfürsorge. Meine Aussprache mit den südamerikanischen Kardinälen Leme und Copello. Jetzt neu schreiben, weil neue Lage: Möglichst bald auswandern. Jetzt an den Heiligen Vater. Vorher Klärung, was mit der Stelle in Genf, soll hinfahren, cento. Was Hinsley sagte.

Huber: Ob aus dem hochroten Kardinalsbild eine Postkarte? Nein, ist zu aufdringlich.

20.00 Uhr im Hause Empfangsalon für 48 Hausgäste Vortrag [ ... ] über Romfahrt. Kinder danken. Monika von Twickel leitet ein kurz.
Auf dieser Website werden zum Zweck der Datenverkehrsanalyse durch die Webanalyse-Software Matomo Cookies verwendet. Mehr dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.