Tagebucheintrag vom 17. April 1935Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10016, Seite 73-74

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Mittwoch, 17.4.35, Caritasdirektor Müller - hat den Brief nach Horchheim gebracht und darüber Bestätigung zurück. In Speyer Caritastag. Für die Sammlung im Mai einen Hirtenbrief erbeten - dafür Entwurf. Die Klostergeschichte nach Darstellung Banasch: Hätte geleugnet.

Neuhäusler: Gerufen. Hirtenbriefentwurf. Wallfahrt nach Andechs vielleicht am 12. Mai. Wallfahrt Altoetting muß wohl ausfallen, weil die zwei Lustspiele Palmsonntag dort gespielt wurden. Meine Teilnahme vorerst nicht bekannt geben. Nicht zu viel nach Rom schicken, zum Beispiel die Rede von Schneider -

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Karlsruhe gegen Papst - man erwartet dort eine Stellungnahme dagegen, wenn gegen Papsttum gesprochen wurde. Überhaupt nicht so negativ. Wie in der Kirchenzeitung - positiv arbeiten. Man sammelt über Papstsünden - also wieder negativ.

Professor Mager: Von der Venio angemeldet. Eingetragener Verein der Polizei bekannt. Lehrerinnen und Beamtinnen können also nicht unterschreiben, sie gehörten keinem anderen Verein mehr an. Eingetragener Verein streichen, ist schwer, weil Haus und Gemeinschaftsleben. Jetzt die Statuten nicht ändern. Den Schluß der Ankündigungen abwarten - über diese Verhandlungen zur Zeit wieder. Die Lage in Österreich, die Zurückhaltung der Bischöfe gegen Papen. Ich erzähle: Ich sei verantwortlich gemacht worden für den Hirtenbrief. Schicke keine Briefe über Österreich. Er: Schon zweimal untersucht und ein Bekannter vom Zolldienst: Weil Correspondenz vom Kardinal Faulhaber in Österreich aufgegeben wurde. Ich über den Klostersturm, Schuld in Hürden zu bezahlen, hätte: Geleugnet.

Baronin Moreau: Bringt Armenbrief. Klagt über den Sohn
Gemeint ist entweder Friedrich, Ferdinand oder Kurt von Moreau.
in Tölz. Die Frau am Telefon. Weist die Schwiegermutter zurecht, weil sie nach ihm gefragt hatte.

Scharnagl: Übergibt Gutachten für Herz Marien Ehrenwachenoratorium. Ich werde einmal dorthin gehen. Wahl in Zangberg: Er soll einmal hinaus gehen bevor die Liste aufgestellt. Mit dem Gedanken, eine aus einem anderen Kloster kann ich mich nicht befreunden, lieber Dispens für Franziska oder Bürgerrecht für Gonzaga.

Direktor Zinkl: Bringt Entwurf für unseren Protest an die Reichsregierung. Er soll die Rechtsfrage als Broschüre herausgeben - aber mit Honorar.

15.00 Uhr, erste Mette im Dom. Regen.
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