Tagebucheintrag vom 4. Dezember 1934Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10016, Seite 13

Text+KommentierungNur Text
Dienstag, 4. Dezember. Niemals am Tag ins Freie.

Professor Linhart, gerufen wegen des Saarartikels und des Briefes von Trier. Siehe besonderes. Sterilisierung könne er naturrechtlich nicht vertreten.

Direktor Haw: Übergibt einige Broschüren und entwickelt ihr Laienapostolat. Ich sage ihm: Ich habe von ihren Erfolgen gehört, besonders auf dem Christkönigstag und ihrer großen Idee. Die Einheit der Seelsorge ist und bleibt die Diözese. Wir begrüßen die außerordentliche Hilfe, die Missionare und Redner, aber als Wanderpriester, nicht als Wanderbischöfe. In der Geschichte hörten die Wanderbischöfe auf, sobald die Diözese organisiert war. Er beteuert das. Ich: Eucharistische Tage halten, sehr schön, aber von der Diözese aus und sie werden dann mitwirken. Was ich von Schmidt-Pauli halte? Eine außergewöhnlich begabte Frau, läßt sich etwas sagen, das Christusbuch weniger zugkräftig, weil man Christus nicht in der modernen Sprache sehen will, aber die Kinderbücher und jetzt die Sprechchöre. Nur zwei Gefahren: Nicht zu lang werden und nicht reiner Kling Klang. Er kommt heute Mittag in den Christuskreis.

15.00 Uhr Frau Winand - Spricht zuerst garnicht. Eineinhalb Stunden. War in Altomünster. Will nicht widersprechen, widerspricht aber immer. Ist aus der Wohnung hinausgeworfen worden. Soll Abschied sein.