Tagebucheintrag vom 9. Januar 1934Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10015, Seite 132

Text+KommentierungNur Text
Dienstag, 9. Januar, Cramer-Klett: Wegen Seeon. Die Schwestern der Heiligen Familie sind zurückgetreten, nehmen vielleicht Ising. Die von Sankt Ottilien würden in 10 Jahren keines brauchen, also sollte die Caritas einziehen für Saarkinder. Respondeo: Ottilien hat soviel Schulden, daß die Religiosencongregation nicht erlauben würde. Saarkinder bringen wir leichter in unseren Anstalten unter, aber der Staat will nichts zulassen, darum an Private. Dort nicht möglich, weil am See Unglücke vorkommen. Ich erzähle, wie Esser meine Erwiderung auf den Artikel in der Staatszeitung zurückschickte und überhaupt der bayerischen Presse verbot, zu berichten. Ebenso hatte die Staatszeitung die Überschrift „Volks- und Staatsfeind“ wegen Muhler – er will darüber mit der Zeitung sprechen. Er hat nicht ein einziges Mal gehustet. Über Nuntiaturhaus.

Generalvicar: Über Verhör von Hartl das Protokoll. Weihbischof hat sich gedrückt. Hartl hat den Fall Gartner im Seminar zugegeben und ist darüber zusammengebrochen. Im Beobachter erscheint heute ein Artikel: Hartl verschwunden. Er ist freiwillig zu Exercitien in ein Kloster gegangen, mir hat er geschrieben, er wisse noch nicht, ob hier in Sankt Anton oder in Maria Laach, dem Generalvicar schrieb er, er sei nach Maria Laach abgereist.
Auf dieser Website werden zum Zweck der Datenverkehrsanalyse durch die Webanalyse-Software Matomo Cookies verwendet. Mehr dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.