Tagebucheintrag vom 11. April 1933Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10015, Seite 37-38

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Dienstag, 11. April, 8.30 - 10.30 Uhr: Ich assistiere Vigil, Seelenamt und Beisetzung von Pater Archangelus, Custos Sankt Anna. Im Chor beigewohnt. Unmittelbar vor der Beisetzung ein paar Sätze von Pater Bertrand.

Abt von Scheyern: Dankt für Privileg zum Kreuzfest. Abt Willibald, Chiemsee, wieder gesund, ein zweiter Anfall darf nicht kommen. Mit dem Bericht hat es keine Eile. War bei Minister Schemm, der ihm Verlängerung der Dispens für seine Lehrer zusagte.

Monsignore Panico: Überbringt Dank von Pacelli für mein Schreiben. Ich sage ihm meine zwei Bitten an Epp: Osterurlaub und Seelsorge für die Gefangenen . Gibt mir südamerikanische Zeitung mit meiner Papstpredigt. Hat für den Europäischen Hof Eingabe gemacht um Sanctissimum. Die Religiosen Congregation sei nicht streng darin, in Rom gegenüber San Carlo ein Hotel mit Schwestern und Sanctissimum. Gut, dann werde ich den Schwestern zustellen.

Böhmer und Natterer - wegen Scharnagl als Abgeordneter. Quadt und Schäffler
Möglicherweise ist hier Fritz Schäffer gemeint.
waren bei mir. Wird ein großer Vorteil sein, aber ich kann Meixner nicht ausschalten und will die Jugend nicht ausgeschaltet haben. Meine Anweisungen zurückgehalten, weil Linz ihm widerspricht. Wir sollen für die Juden eintreten, meine zwei Bitten an Epp. Zusammenarbeit mit dem Protestanten Klinger in Bekenntnisschule und Jugendverein - unter meinem Segen. Klerus weiter von der Volkspartei abrücken, nicht die Wahl übernehmen.

Rector Eggersdorfer: Kommt von Regensburg. War als Rektor von hier angerufen, weil er mit Hakenkreuz beflaggt hatte, dann aus dem Unterrichtsministerium. Spricht von Reichsconcordat. Ob die Hochschulen in Gefahr seien. In der Arbeitsgemeinschaft der Klöster jetzt abwarten, die letzten Äußerungen von Schemm waren ja klostergünstig. Heute früh Simon bei ihm. Zusammen mit den Protestanten. Daß der Klerus kirchentreu bleibe.

Hofrat Ammann Sittliche Volkswacht - redet lange herum, was er alles getan. Ich erkläre: Filiale von Volkswartbund, Köln, mit fünf - sechs Juristen. Er warte auf Nachricht von mir.

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Prinzeß Hildegard - dankt für Erlös für Wildenwarth. Reist morgen nach Italien.

18.30 Uhr Quadratus - von Innsbruck.
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