Tagebucheintrag vom 11. September 1917Parallelansicht ⇨
Nachlass Faulhaber 10001, Seite 33-34

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Dienstag, 11. September 17. 11.45 Uhr Durchlaucht Fürst Fugger von Glött wohnt außerhalb des Siegestores - nicht hier. Also wird die Eingabe für Kammer der Reichsräte, mit Ernennungsurkunde und Wappen direkt im Sekretariat der Prannerstraße abgegeben.

Kaiserliche Hoheit Prinzeß Leopold von Bayern, in dem roten prächtigen Palast der Ludwigsstraße, Tochter des Kaisers Franz Joseph und Schwiegermutter des Erzherzogs Josef. Der Prinz am besten ein Armeeoberkommando und zwei Söhne auch im Feld. Hofrat Hubrich hat zuerst zweimal abgesagt, dann auf heute gebeten, weil von den 23 Offizieren etwa sieben mir vorgestellt sein wollen. Von Wiener Fürsorge, von Zuständen nach dem Krieg, besonders in den Familien, der Besuch sei ganz inoffiziell.

Exzellenz Crailsheim in der Seestraße, der früher allmächtige Minister, 2. Präsident vom Reichsrat, seine Tochter aber auch schon ganz weiß, kommt noch dazu. Hält eine Kuh und Hühner. Über die Pfalz.

Staatsrat von Günder im Finanzministerium, der bei der Inthronisation eine Karte abgegeben.

Exzellenz von [      ]
Es handelt sich um Carl Johann von Krazeisen.
vom obersten Verwaltungsgerichtshof in der Ludwigsstraße. Oberfinanzrat Kiderlin von der königlichen Filialbank als Nachbar Karte abgegeben.

17.00 Uhr kommt Frau Zahner von Augsburg mit den beiden Kindern Paula und Gertrud mit Blume: Der Mann im Feld, früher in Amerika, die Kinder hätten sehr gute Zeugnisse, darum dürfen sie heute nach München. Bittet um den Segen.

17.00 bis 18.00 Uhr im Kultusministerium gesprochen mit Exzellenz von Steiner (über die Kapelle im bischöflichen Palais), da kein Garten dabei, vielleicht einmal ein günstiger Verkauf an eine Bank und dann ein Neubau wie bei der Nuntiatur.

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Oberregierungsrat Goldenberger hat die Pfründe und neue Seelsorgestelle. Wundert sich, daß immer wieder Maxdorf verlangt würde. Für München zwei Stellen.

Assessor Decker, der Vertreter von Ministerialrat Bader, der im Urlaub.

Karte abgegeben, weil im Urlaub: Ministerialdirektor Winterstein, Ministerialrat Matt, Ministerialräte Hauptmann und Hendschel.
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