Tagebucheintrag vom 6. Juni 1940⇦ Einzelansicht
Nachlass Faulhaber 10019, Seite 50-51

Donnerstag, 6.6.40. Wider Erwarten war die Nacht ruhig. Viele Leute kleideten sich gar nicht aus. Die Trichter in der Stadt haben gewaltigen Eindruck gemacht.

Exzellenz Schwicheldt - ich wollte selber Besuch machen - aber wegen verschiedener Verhältnisse, besonders Cousine Gräfin Grote. Will auswärts, Schwester Henriette ist auf der Suche, daheim, zum Teil Lazarett, ich rufe Schwester Fidelis, die in Wiessee anfragt und Altenhohenau. Über ihre Consecration, über Schwester Henriette (wußte wenig von der Vergangenheit, vom Ruf des Heilands, wohl, daß sie im Kloster war).

Zwei Englische Fräulein: Ob Mater Generaloberin einmal komme? Wollte im Mai kommen. Ein Herr Hansen Adresse von Barcelona und Professor Anglès in Spanien wegen Büchern. Dank für Todesnachricht über Schwester Kath.

Zwei Guthirten: Kirchliche Feier auf 16. Juni. Kirche in Zinneberg soweit - soll neue Generaloberin in Rom, also an den Protektor Lapuma schreiben. Die Vollmacht dauere wohl weiter.

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16.00 Uhr Bruder Max. Entwurf für Stettin - wie scheint, nicht angenommen. Klage über Glasmaler Mayer hier. Cento.

Schwester Fidelis: Zuwendung aus der Künstlerspende auch für Cannstätter . Hat neue Bilder gemacht. Dafür Cento. Von Fliegerbomben sehr betroffen.

Meldegg - vor Abreise nach Egern. Es kommen zwar Nachrichten von Überschwemmungen von allen Seiten.

18.00 Uhr in der oberen Kapelle Tonsur für acht SJ, ein Diözesaner, Heller, ein Franziskaner erhalten aber nicht die wirkliche Tonsur, weil einberufen.
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Digitalisat Faulhaber-Edition
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